Fachrichtlinien

Hygienefachrichtlinien

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Seit mehr als einem Jahrhundert ist die HĂ€ndedesinfektion als eine der wirksamsten und wichtigsten Maßnahmen  zum Schutz von Patienten und Personal vor Infektionen anerkannt. Es besteht Konsens darĂŒber, dass die sorgfĂ€ltige, den jeweiligen Indikationen angepasste HĂ€ndehygiene die wichtigste Maßnahme ist, um die kontaktassoziierte Übertragung von Infektionserregern zu verhindern. Durch eine HĂ€ndedesinfektion werden 99,999 Prozent aller Keime abgetötet. Diese Maßnahme ist um das Hundertfache wirksamer als eine Seifenwaschung.

Aktuelle Studien zeigen auch, dass die HÀndedesinfektion zuverlÀssiger wirkt als die hygienische HÀndewaschung mit antimikrobiellen WaschprÀparaten; Bakterien werden um 5 log-Stufen reduziert...

Zur FRL 01 (2018/V5.0)

Ziel der chirurgischen HĂ€ndedesinfektion ist es, sowohl die transiente als auch die residente mikrobiologische Flora der Haut zu eliminieren...

Zur FRL 02 (2018/V7.0)

Die HĂ€ndewaschung ist eine traditionelle Maßnahme zur mechanischen Reinigung der HĂ€nde von Verschmutzungen und dient des Weiteren zur Reduktion der Sporenbelastung, sowie der transienten Flora. Die Benutzung von FlĂŒssigseife kann dies unterstĂŒtzen. Die Bakterienlast wird hierbei um 1-2 log-Stufen reduziert. Hautschuppen, ĂŒberschĂŒssiges Fett und Schmutz werden entfernt...

Zur FRL 03 (2018/V4.0)

Clostridien sind grampositive (z.T. gramlabile), obligat anaerobe, toxinbildende, sporenbildende, unbewegliche StĂ€bchenbakterien. Durch ihre FĂ€higkeit zur Endosporenbildung (Spore als Dauer-/Überlebensform) sind sie relativ unempfindlich gegenĂŒber Umgebungsbedingungen (hitze- und austrocknungs-stabil) und können als Sporen auch außerhalb einer anaeroben Umgebung (Umwelt) ĂŒberleben. 

Clostridien können neben Wundinfektionen auch eine nekrotisierende Pneumonie, Sepsis oder intraabdominelle Infektionen wie Peritonitis, Cholezystitis verursachen...

Zur FRL 05 (2018/V4.0)

Baumaßnahmen im Krankenhaus bzw. in Gesundheitseinrichtungen  können durch Staubaufkommen zu einem erhöhten Infektionsrisiko fĂŒr PatientInnen fĂŒhren. Zu den Aufgaben des Hygieneteams des Krankenhauses gehören gem. § 26 Abs. 1 des SteiermĂ€rkischen Krankenanstaltengesetzes (StKAG 2012) „alle Maßnahmen, die der Erkennung, Überwachung, VerhĂŒtung und BekĂ€mpfung von Infektionen und der Gesunderhaltung dienen.“ Dementsprechend „ist das Hygieneteam bei allen Planungen fĂŒr Neu-, Zu- und Umbauten, durch die eine Infektionsgefahr entstehen kann, beizuziehen.“ (leg.cit. §26 Abs.4)

Im Zuge der Planung von Baumaßnahmen haben die Bauverantwortlichen in Absprache mit dem Hygieneteam zu beurteilen, ob durch die geplanten Maßnahmen medizinisch genutzte, bzw. hygienisch sensible FlĂ€chen (z.B. KĂŒche, Apotheke, Labor, AEMP, etc.) betroffen sein werden. Die Festlegung der jeweils erforderlichen hygienischen Schutzmaßnahmen erfolgt individuell durch das Hygieneteam-, bei Bedarf in Absprache mit dem Krankenhaushygieniker.

Diese Richtlinie beschreibt Verantwortlichkeiten und Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass PatientInnen im Zuge von baulichen Maßnahmen aus krankenhaushygienischer Sicht keiner erhöhten GefĂ€hrdung ausgesetzt werden...

Zur FRL 06 (2019/V5.0)

Salmonellen sind zu den Enterobacteriaceae gehörende gram-negative StĂ€bchen. Aufgrund ihrer OberflĂ€chen (O)- oder Geißel (H)-Antigene werden sie nach dem White-Kauffmann-Le Minor-Schema in die beiden Spezies Salmonella enterica und Salmonella bongori mit ĂŒber 2500 Serovaren unterteilt. Salmonella enterica besteht aus 6 Subspezies, von denen S.enterica subsp. enterica mit ca. 1500 Serovaren am hĂ€ufigsten vorkommt. In dieser Spezies kann noch weiter zwischen enteritischen Salmonellen und typhösen Salmonellen unterschieden werden...

Zur FRL 08 (2018/V5.0)

AbhĂ€ngig vom Grad und der Dauer der Immunsuppression/-defizienz tragen Patienten mit eingeschrĂ€nkter Immunabwehr ein gegenĂŒber Gesunden erhöhtes Risiko fĂŒr Infektionserkrankungen. Dies gilt sowohl fĂŒr die Schwere der Erkrankungen, als auch fĂŒr das Spektrum der infektionsauslösenden Erreger. Demnach können bei diesen Patienten fakultativ pathogene, sowie auch opportunistische Infektionserreger zu schweren KrankheitsverlĂ€ufen fĂŒhren...

Zur FRL 09 (2018/V1.0)

Die progrediente Entwicklung der operativen Medizin ermöglicht immer schwierigere, aufwendigere und lĂ€nger andauernde Operationen bei zunehmend multimorbiden Patienten. Das hiermit in Zusammenhang stehende Infektionsrisiko kann nur durch multimodale, und vor allem professionsĂŒbergreifende Maßnahmen beherrscht werden. 

Soweit möglich sind prÀoperativ bestehende lokale Infektionen (im Operationsgebiet) beim Patienten zu behandeln.

Insbesondere bei herzchirurgischen und orthopÀdischen Operationen ist eine prÀoperative Dekolonisation anzustreben. Siehe FRL 11 und FRL 27...

Zur FRL 10 (2021/V7.0)

Der Methicillin sensible Staphylococcus aureus (MSSA) ist ein fakultativ pathogener Keim, der bei einem Drittel der Bevölkerung vor allem im Nasenvorhof zeitweise oder dauerhaft als Kolonisationskeim zu finden ist.

Der Methicillin resistente Staphylococcus aureus (MRSA; Resistenz gegen die Markersubstanzen Methicillin/Oxacillin/Cefoxitin) tritt als fakultativ pathogener Erreger derzeit in drei Varianten auf...

Zur FRL 11 (2020/V6.0)

Kurzinformation MRSA (2018/V5.0)

Information fĂŒr Patienten und Angehörige (2017/V3.0)

Verlaufsprotokoll MRE

Tritt eine Pneumonie innerhalb der ersten 48h des Krankenhausaufenthalts auf, handelt es sich per definitionem um eine „community acquired pneumonia“ (CAP), die sich im Erregerspektrum deutlich von einer beatmungsassoziierten Pneumonie (ventilator associated pneumonia – VAP) unterscheidet. Im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Pneumonien werden als „hospital acquired pneumonia“ (HAP) bezeichnet und treten 48h nach Hospitalisierung auf...

Zur FRL 12 (2018/V2.0)

Harnwegsinfektionen zĂ€hlen mit einem Anteil von 30 – 40 % zu den hĂ€ufigsten nosokomialen Infektionen. UrsĂ€chlich werden bis zu 90% mit einem transurethralen Blasenverweilkatheter und die restlichen 10 % mit einem urologischen – endoskopischen Eingriff assoziiert.

Aufgrund der transurethralen Instrumentation kann es zu einer intrakanalikulÀren sowie durch Verletzungen des Urothels zu einer hÀmatogenen oder lymphogenen Invasion von Mikroorganismen kommen.

Bei transurethral katheterisierten Patienten betrĂ€gt das Risiko fĂŒr eine neu erworbene Bakteriurie zwischen 3 und 10 % pro Tag. Das bedeutet, dass das Risiko eines katheterassoziierten Harnwegsinfektes in direktem Zusammenhang mit der Anwendungsdauer steht. Die Verwendung eines transurethralen Blasenkatheters stellt einen wesentlichen Risikofaktor fĂŒr die Entstehung einer Urethritis und in weiterer Folge einer Pyelonephritis bis hin zur Urosepsis dar...

Zur FRL 14 (2017/V5.0)

In KrankenhĂ€usern und Pflegeheimen werden die Mahlzeiten nicht nur zentral, sondern auch auf Stationen und anderen Einheiten zubereitet. Somit können verallgemeinert funktionell folgende Bereiche unterschieden werden. StationskĂŒchen in denen Speisen aktiv zu- bzw. vorbereitet werden, Buffets an denen sich mobile Patienten selbst bedienen, TeekĂŒchen bzw. Bereiche die dem Vorhalten von Lebensmitteln und dem Zubereiten von (Heiß-)GetrĂ€nken dienen und

TherapiekĂŒchen in denen Bewohner und Klienten mit UnterstĂŒtzung von Fachpersonal Speisen zubereiten...

Zur FRL 15 (2019/V6.0)

Eine bakterielle Meningitis durch Meningokokken ist ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem unverzĂŒglich gehandelt werden muss!

In Österreich (und Europa) sind Meningokokken der Gruppe B und C fĂŒr ca. 90% der Erkrankungen verantwortlich. Österreich 2018 Inzidenz 0,3 pro 100 000 Einwohner (30 FĂ€lle), LetalitĂ€t 13%. Insgesamt ist europaweit ein  rĂŒcklĂ€ufiger Trend der invasiven Meningokokken Erkrankungen in den letzten Jahren zu verzeichnen...

Zur FRL 16 (2019/V4.0)

Jede Wundinspektion bietet Keimen die Möglichkeit in die Wunde einzudringen. FĂŒr die Vermeidung von Wundinfektionen ist das Wissen um die hygienische Arbeitsweise und deren entsprechende Umsetzung eine wesentliche Voraussetzung. Postoperativ sollte ein routinemĂ€ĂŸiger Verbandwechsel frĂŒhestens nach 24 h bis 48 h erfolgen und unter aseptischen Bedingungen (sterile Handschuhe oder Non-Touch-Technik) durchgefĂŒhrt werden. Die Maßnahmen der Asepsis sind unabhĂ€ngig davon einzuhalten, ob es sich um aseptische, kontaminierte, kolonisierte, chronische oder bereits infizierte Wunden, um einen zentralvenösen Katheter oder eine perkutane Magensonde handelt...

Zur FRL 17 (2017/V2.0)

Eingriffe in physiologisch wenig besiedelten Körperhöhlen sollen rÀumlich und funktionell von Untersuchungen getrennt werden, die in physiologisch stark besiedelten Körperhöhlen stattfinden...

Zur FRL 18 (2018/V6.0)

In Hinblick auf die aktuelle Evidenzsituation spielt bei der Übertragung nosokomialer Infektionen aufbereitete KrankenhauswĂ€sche und WĂ€sche aus Langzeitpflegezentren (LPZ) eine eher untergeordnete Rolle. Ungeachtet dessen mĂŒssen Waschverfahren angewendet werden, die die WĂ€sche adĂ€quat reinigen und desinfizieren, damit jeder Patient bzw. Mitarbeiter mit sauberer und keimarmer WĂ€sche versorgt werden kann.

Um Kontaminationen zu vermeiden, sind Hygienemaßnahmen beim Sammeln, Sortieren, Transportieren sowie bei der Lagerung  der WĂ€sche zu beachten...

Zur FRL 19 (2018/V5.0)

Jeder Bedienstete ist verpflichtet, durch konsequente persönliche Hygiene, die Übertragung von Krankheitserregern vom Personal auf den Patienten und an die Umgebung zu verhindern.

Der Kontakt zu Patienten verpflichtet aus hygienischen und Ă€sthetischen GrĂŒnden zu einer gepflegten Ă€ußeren Erscheinung. AdĂ€quate persönliche Hygiene wird bei allen Mitarbeitern im Krankenhaus vorausgesetzt...

Zur FRL 20 (2019/V4.0)

Auflistung und Informationen zur Aufbereitung von Medizinprodukten der Atem-, Beatmungs- und Inhalationstherapie...

Zur FRL 21 (2018/V4.0)

GefĂ€ĂŸkatheter sind ein hĂ€ufiger Bestandteil medizinischer Behandlung. Blutstrominfektionen die von GefĂ€ĂŸkathetern ausgehen, gehören zu den sechs hĂ€ufigsten nosokomialen Infektionen. Diese wĂ€ren durch die konsequente Umsetzung infektionsprĂ€ventiver Maßnahmen bei der Anlage, Pflege und Manipulation an GefĂ€ĂŸkathetern potentiell vermeidbar...

Zur FRL 22 (2020/V6.0)

Erreger der Influenza sind Orthomyxoviren, die in die Typen A, B und C unterteilt werden. FĂŒr den Menschen sind nur Influenza-A- (H1N1, H3N2, H5N1, etc.) und -B-Viren relevant.

Influenza-A- und -B-Viren sind charakterisiert durch spikeartige OberflÀchenstrukturen, die durch die Glykoproteine HÀmagglutinin (HA) und Neuraminidase (NA) gebildet werden. Es sind 18 verschiedene HA und 9 NA bekannt...

Zur FRL 24 (2021/V6.0)

Die Bakteriengattung Legionella wurde erstmals 1976 als humanpathogen identifiziert, als in einem Hotel in Philadelphia USA eine Legionellen assoziierte Epidemie ausbrach, im Rahmen derer mehr als 200 Menschen erkrankten und ca. 30 davon verstarben.

Seit diesem Zeitpunkt gelten kontaminierte Warmwasser- und KĂŒhlsysteme als potentielle Quelle fĂŒr Infektionen mit Legionella spp.

In AbhÀngigkeit vom hygienischen Zustand der Trinkwasser-ErwÀrmungsanlagen, kann es zu einer hygienisch relevanten mikrobiologischen Belastung des erwÀrmten Trinkwassers kommen...

Zur FRL 25 (2019/V5.0)

Diese FRL gilt fĂŒr alle in der Lebensmittelproduktion BeschĂ€ftigten und dient als Empfehlung fĂŒr die praktische Umsetzung der personalhygienischen Anforderungen...

Zur FRL 26 (2020/V6.0)

Multiresistenz bei gramnegativen Bakterien stellt eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen in der Infektiologie und Krankenhaushygiene dar. In den vergangenen Jahren stand die Resistenzentwicklung bei grampositiven Bakterien im Vordergrund; zum derzeitigen Augenblick stehen jedoch vornehmlich gramnegative multiresistente Erreger im Focus der Infektiologen und Hygieniker...

Zur FRL 27 (2020/V5.0)

Kurzfinformation MRGN (2018/V4.0)

Information fĂŒr Patienten und Angehörige (2017/V3.0)

Verlaufsprotokoll MRE

Clostridioides (frĂŒher Clostridium) difficile ist ein sporenbildendes grampositives, mobiles, obligat anaerobes StĂ€bchenbakterium. Die Sporen sind umweltresistent und können fĂŒr lange Zeit in der Umwelt ĂŒberleben. Clostridioides difficile kommt ubiquitĂ€r vor und kann den Intestinaltrakt von Mensch und Tier (Vertebraten) besiedeln.

Die mit der Nahrung aufgenommenen Sporen sind sÀurestabil und werden daher von der MagensÀure nicht abgetötet; C. difficile gelangt in den Dickdarm; in der vegetativen Zustandsform vermehrt sich der Mikroorganismus und produziert und sezerniert die krank- machenden Toxine.

Die durch Clostridioides difficile verursachten Krankheiten werden als pseudomembranöse Kolitis (PMC), Antibiotika - assoziierte Kolitis (AAC) und als C. difficile - assoziierte Erkrankung (CDAD - Clostridioides difficile associated disease) bezeichnet...

 

Zur FRL 28 (2019/V7.0)

Die hygienisch einwandfreie DurchfĂŒhrung der Reinigung und FlĂ€chendesinfektion im Krankenhaus und anderen medizinischen Bereichen dient der Sauberkeit und der InfektionsverhĂŒtung.

Es ist selbstverstĂ€ndlich, dass das Patientenumfeld sowie sĂ€mtliche Arbeitsbereiche frei von Staub und Verunreinigungen und damit fĂŒr Patienten, Besucher und Mitarbeiter in einem ansprechenden Zustand sein mĂŒssen. Des Weiteren dienen Reinigungs-, und Desinfektionsmaßnahmen dazu, den Keimgehalt der unbelebten OberflĂ€chen im Krankenhaus zu reduzieren. Unterschiedliche Bereiche unterliegen hierbei unterschiedlichen Anforderungen...

Zur FRL 29 (2019/V4.0)

Ziel der antiseptischen Wund- und Schleimhautbehandlung ist die PrĂ€vention oder Sanierung von  Wund- und Schleimhautinfektionen unter der PrĂ€misse der VertrĂ€glichkeit bzw. Förderung der natĂŒrlichen Heilungsprozesse zur Erzielung der optimalen Wundheilung...

Zur FRL 30 (2019/V4.0)

Die Hautantiseptik dient zur Reduktion der transienten-, und zum Teil auch residenten- Flora der Haut vor allen Injektionen, Punktionen, Inzisionen und Operationen-,  d.h. vor allen geplanten Verletzungen der Hautbarriere.

FĂŒr die Hautantiseptik sind alkoholische PrĂ€parate die Mittel erster Wahl. Sie wirken rasch und zuverlĂ€ssig. Bei großflĂ€chiger Applikation ist immer die Brandgefahr zu beachten (<50 ml/m2)! Alkohol-Luftgemische sind zĂŒndbar. Ein besonderes Brandrisiko besteht wenn in unmittelbarer NĂ€he ZĂŒndquellen sind (z.B. Kauter).

Die minimale Einwirkzeit ist die Zeit bis zur vollstĂ€ndigen Verdunstung des Alkohols auf der Haut. Ein Wegwischen zur VerkĂŒrzung der Einwirkzeit ist unzulĂ€ssig. Das Einstechen in die vom Alkohol  noch feuchte Haut ist schmerzhaft. Auch in Wunden ist Alkohol schmerzhaft...

Zur FRL 31 (2016/V3.0)

Von einer BakteriÀmie oder FungÀmie spricht man bei Nachweis von Bakterien bzw. Pilzen im Blut. Es handelt sich hierbei um eine mikrobiologische Diagnose. Diese muss nicht immer eine klinische Bedeutung haben oder mit klinischen Symptomen einhergehen sondern kann unter UmstÀnden subklinisch-transient auftreten.

Der Nachweis von Erregern in der Blutkultur ist eine entscheidende Hilfe in der Therapie bakterieller und durch Sprosspilze verursachter Infektionskrankheiten. Erst die Kenntnis des Erregers und seiner Antibiotika- Empfindlichkeit erlaubt eine gezielte antibiotische Therapie, die in vielen FÀllen zu einer Verbesserung der Prognose und einer Senkung der LetalitÀt beitragen kann...

Zur FRL 32 (2017/V4.0)

Die Anwendung steriler Instrumente in der invasiven Medizin ist heutzutage eine Grundvoraussetzung.

Neben der fach-, als auch produktgerechten Reinigung, Desinfektion, Instandsetzung, Verpackung und Sterilisation stellt auch die Art und Weise der Lagerung ein prozessrelevantes QualitĂ€tsmerkmal fĂŒr die Erhaltung der SterilitĂ€t dar. Die hierfĂŒr entsprechenden Rahmenbedingungen werden in Anlehnung an die DIN 58953:2010 sowie die ÖNORM EN 868 definiert...

Zur FRL 33 (2019/V5.0)

 

Ektoparasiten sind sechsbeinige Insekten oder achtbeinige Spinnentiere (Milben), die auf oder in der Haut leben und Blut saugen. Viele können auch als ÜbertrĂ€ger verschiedener Krankheitserreger fungieren. LĂ€use und Flöhe gehören zu den flĂŒgellosen Insekten, die sich ohne Puppenstadium vom Ei ĂŒber mehrere Larvenstadien zum ausgewachsenen Vollinsekt entwickeln. Milben gehören zu den Spinnentieren.

Zu den wichtigsten, in Mitteleuropa auftretenden, humanmedizinisch bedeutsamen Ektoparasiten gehören die Kopf-, Filz-, und Kleiderlaus, sowie Flöhe und die KrĂ€tzmilbe. Ein Befall mit Ektoparasiten geht nicht zwangslĂ€ufig mit mangelnder persönlicher Hygiene einher. Ungeachtet dessen prĂ€disponieren natĂŒrlich sowohl sozial-kulturelle als auch persönliche HygienemĂ€ngel fĂŒr einen Befall mit Ektoparasiten...

Zur FRL 34 (2020/V4.0)

Noroviren: (vormals Norwalk-like-Virus) gehören zur Familie der Caliciviren und wurden 1972 entdeckt. Die Unterteilung der humanen Caliciviren erfolgt in die beiden Genera „Norovirus“ (NV) und „Sapovirus“ (SV). Es handelt sich um einzelstrĂ€ngige, unbehĂŒllte RNA-Viren. Aufgrund großer GenomvariabilitĂ€t gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher genetischer Varianten...

Zur FRL 36 (2020/V4.0)

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) des Menschen gehört zur Gruppe der transmissiblen, spongiformen Enzephalopathien (TSE) die bei Mensch und Tier vorkommen und durch Degeneration von Nervenzellen im Zentralnervensystem 2 Monate bis 2 Jahre nach Krankheitsbeginn zum Tode fĂŒhren.

Charakteristisch ist die Aggregation eines Proteins der Nervenzellmembran, des Prionproteins. Das aggregierte Protein wird nur im Verlauf der Erkrankung gebildet und unterscheidet sich von der normalen Form durch einen hohen Anteil an ÎČ-Faltblatt-Strukturen und Proteinaseresistenz...

Zur FRL 37 (2021/V6.0)

PrimĂ€res Ziel einer Isolierung ist nicht die rein rĂ€umliche Isolierung des Patienten per se,  sondern vielmehr die Vermeidung einer Infektion durch ErregerĂŒbertragung auf eine prĂ€disponierte bzw. exponierte Person. Die folgenden Empfehlungen beziehen sich auf die erforderlichen Maßnahmen bei Quellenisolierung.

Hierunter versteht man die Isolierung eines Patienten, der TrĂ€ger oder Ausscheider eines infektiösen Erregers ist, um die Übertragung dieses Erregers auf andere Personen bestmöglich zu unterbinden. Grundlage dieser Isolierungsempfehlungen sind die aktuellen Empfehlungen der CDC und WHO, welche ihre Maßnahmen anhand der epidemiologisch relevanten Übertragungswege definieren...

Zur FRL 38 (2018/V5.0)

Folder Isolierung (2019/V2.0)

Bordetella pertussis, Bordetella parapertussis sind Gram negative, strikt aerobe kokkoide StĂ€bchen.  B. pertussis bildet eine Vielzahl von Toxinen und Virulenzfaktoren, unter anderem Pertussistoxin welches maßgeblich zur SchĂ€digung des Mukosaepithels beitrĂ€gt. Reservoir fĂŒr Bordetella pertussis ist ausschließlich der Mensch- B. parapertussis wird auch bei Schafen gefunden. Pertussis ist hoch kontagiös. Jugendliche und Erwachsene spielen als ÜbertrĂ€ger auf SĂ€uglinge eine wichtige Rolle...

Zur FRL 39 (2021/V4.0)

Eine manuelle Aufbereitung von Medizinprodukten (MP) soll nur dann stattfinden, wenn laut Herstellerangaben eine maschinelle Aufbereitung nicht zulĂ€ssig, oder eine maschinelle Aufbereitung aus baulich/technischen  bzw. organisatorischen GrĂŒnden nicht möglich ist.

Manuelle Reinigungs- und Desinfektionsverfahren, die z. B. im Rahmen der Vorreinigung von Medizinprodukten oder bei nicht maschinell zu reinigenden/desinfizierenden Medizinprodukten (Gruppe B) oder basierend auf einer Risikoanalyse zur Anwendung kommen, mĂŒssen stets nach dokumentierten Standardarbeitsanweisungen und mit auf Wirksamkeit geprĂŒften, auf das Medizinprodukt abgestimmten (d.h. geeigneten und materialvertrĂ€glichen) Mitteln und Verfahren validiert durchgefĂŒhrt werden (MPG, grundlegende Anforderungen sowie DIN EN ISO 17664)...

Zur FRL 40 (2019/V4.0)

Die hygienisch einwandfreie DurchfĂŒhrung der Reinigung und  Desinfektion von FlĂ€chen dient  zum einen der Sauberkeit zum anderen der InfektionsverhĂŒtung fĂŒr Patienten, Besucher und Personal.

AbhĂ€ngig von den Rahmenbedingungen können Krankheitserreger unterschiedlich lange Zeit auf verschiedenen nicht desinfizierten OberflĂ€chen ĂŒberleben und infektiös bleiben...

Zur FRL 42 (2021/V4.0)

Ziel dieser Richtlinie ist es, neben allgemeinen Informationen zur Erkrankung, die infektionsprĂ€ventiven Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen und Mitarbeiterinnen zu beschreiben, inklusive der auf Basis der gĂŒltigen Rechtsgrundlagen erforderlichen sowie zweckmĂ€ĂŸigen Maßnahmen der Umgebungsuntersuchung und des Meldewesens beim Auftreten von FĂ€llen offener Lungentuberkulose in Einrichtungen der SteiermĂ€rkischen KAGes...

Zur FRL (V04.11.2020)

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